Der Schlüssel für diese scharfe koreanische Rindfleisch-Rettich-Suppe liegt darin, 250 g Suppenfleisch vom Rind zunächst in Sesamöl und Pflanzenöl anzubraten, anschließend mit 3 EL Gochugaru ein aromatisches Chiliöl zu erzeugen und den vorgewürzten Rettich zusammen mit Frühlingszwiebeln gründlich mitzubraten.
300 g koreanischer Rettich und 2 Frühlingszwiebeln werden vorab mit 2 EL koreanischer Suppen-Sojasauce, 2 EL Thunfisch-Würzsauce und 2 EL Sardellen-Fischsauce vermengt. Danach kommen 1,5 l Wasser hinzu, und die Suppe wird 20 Minuten bei mittlerer Hitze gekocht. Zum Schluss werden 150 g Sojasprossen hinzugefügt und bei geschlossenem Deckel weitere 5 Minuten gegart. So entsteht eine Rindfleisch-Rettich-Suppe nach Gyeongsang-Art, in der sich der kräftige Geschmack des Rindfleischs, die leichte Süße des Rettichs und der frische Geschmack der Sojasprossen verbinden.
Mit ihrer angenehm scharfen und zugleich klaren Brühe sowie dem zarten Rindfleisch eignet sich diese Suppe besonders gut als wärmendes Gericht zu Reis oder als kräftige Mahlzeit, in die man den Reis direkt hineingeben kann.
⏱️ Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆
✓ Zutaten
🥣 Hauptzutaten
- Rindfleisch für Suppe 250 g
- Koreanischer Rettich 300 g
- Frühlingszwiebeln 2 Stück
- Sojasprossen 150 g
- Cheongyang-Chili 1 Stück
🧂 Würzung & Sauce
- Koreanische Suppen-Sojasauce 2 EL
- Thunfisch-Würzsauce 2 EL
- Sardellen-Fischsauce 2 EL
- Pflanzenöl 2 EL
- Sesamöl 1 EL
- Gochugaru (koreanische Chiliflocken) 3 EL
- Wasser 1,5 l
- Gehackter Knoblauch 1 EL
- Etwas Pfeffer
- Rindfleisch-Dashida 1/2 EL
(Messangaben: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 koreanischer Pappbecher = 180 ml)
✓ Zubereitung
- Gemüse vorbereiten und würzen: 300 g koreanischen Rettich zunächst längs schneiden und anschließend in passende, eher rechteckige Stücke für die Suppe schneiden. Die weißen Teile von 2 Frühlingszwiebeln längs halbieren und in etwa fingerlange Stücke schneiden. Beides in eine Schüssel geben und mit 2 EL koreanischer Suppen-Sojasauce, 2 EL Thunfisch-Würzsauce und 2 EL Sardellen-Fischsauce gründlich vermengen.
- Rindfleisch anbraten: 2 EL Pflanzenöl und 1 EL Sesamöl in einen Topf geben. 250 g Rindfleisch hinzufügen und anbraten, bis das Fleisch gut durchgegart ist.
- Gochugaru anrösten und Chiliöl erzeugen: Sobald das Fleisch gegart ist, 3 EL Gochugaru hinzufügen und kurz zusammen mit dem Rindfleisch anbraten. Dadurch verschwindet der rohe Geschmack der Chiliflocken und es entsteht ein rötliches Chiliöl.
- Vorgewürztes Gemüse mitbraten: Den vorbereiteten Rettich und die Frühlingszwiebeln zusammen mit der gesamten Würzflüssigkeit aus der Schüssel in den Topf geben. Alles gründlich anbraten, damit das Gemüse die Würzung aufnimmt und sein Aroma an den Topfansatz abgibt.
- Wasser und restliche Zutaten hinzufügen: 1,5 l Wasser angießen. 1 EL gehackten Knoblauch, 1 geschnittene Cheongyang-Chili, etwas Pfeffer und 1/2 EL Rindfleisch-Dashida dazugeben und bei hoher Hitze zum Kochen bringen.
- Bei mittlerer Hitze kochen und Sojasprossen garen: Sobald die Suppe kocht, die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und 20 Minuten köcheln lassen. Danach 150 g Sojasprossen hinzufügen, den Topf mit einem Deckel schließen und weitere 5 Minuten kochen.
✓ Tipps für ein gutes Ergebnis
- Rettich und Frühlingszwiebeln vorab würzen und gründlich anbraten: Wenn Rettich und Frühlingszwiebeln zuerst mit Suppen-Sojasauce, Thunfisch-Würzsauce und Sardellen-Fischsauce vermengt werden, nehmen sie die Würzung bereits vor dem Kochen auf. Durch das anschließende gründliche Anbraten geben sie zusätzlich Aroma und Umami an die Brühe ab.
- Hitze beim Anrösten des Gochugaru kontrollieren: Die 3 EL Gochugaru erst hinzufügen, wenn das Rindfleisch vollständig gegart ist. Die Chiliflocken nur kurz anbraten, damit sich das Chiliöl entwickelt. Bei zu hoher Hitze kann Gochugaru verbrennen und die Suppe bitter oder unangenehm herb schmecken.
✓ Serviertipps
- Gib frisch gekochten warmen Reis direkt in die Suppe und serviere dazu gut gereiftes Kkakdugi (koreanisches Rettich-Kimchi) oder Baechu-Kimchi. Die scharfe, klare Brühe passt besonders gut dazu.
- Nachdem die Sojasprossen hinzugefügt wurden, sollten sie bei geschlossenem Deckel 5 Minuten mitgekocht werden. So bleibt ihre knackige Textur erhalten und ihr typischer roher Geruch geht nicht auf die Brühe über.
- Die Suppe schmeckt direkt nach dem Kochen sehr gut. Wenn sie jedoch kurz abkühlt und anschließend noch einmal vorsichtig erhitzt wird, verbinden sich die Aromen von Rettich, Rindfleisch und Frühlingszwiebeln noch intensiver mit der Brühe.
✓ So wählst du guten koreanischen Rettich aus
- Oberfläche und Form: Wähle einen Rettich mit glatter, weißer Oberfläche ohne sichtbare Schäden oder Risse und mit einer festen, zylindrischen Form.
- Gewicht: Ein Rettich, der sich für seine Größe relativ schwer anfühlt, ist in der Regel nicht hohl und enthält viel Feuchtigkeit.
- Grüner oberer Bereich: Ein Rettich, dessen oberes Drittel eine kräftige grüne Farbe hat, wurde ausreichend vom Sonnenlicht erreicht und besitzt eine gute Süße und feste Textur.
Quelle: Rural Development Administration Nongsaro – So wählst du guten Rettich aus
✓ Nährwerte von koreanischem Rettich pro 100 g
| Nährstoff | Menge pro 100 g |
|---|---|
| Kalorien | 21.00 kcal |
| Kohlenhydrate | 4.72 g |
| Eiweiß | 0.77 g |
| Fett | 0.15 g |
| Natrium | 13.00 mg |
Grundlage: koreanischer Rettich (Joseon-Rettich), roh, pro 100 g. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Sorte, Pflanzenteil, Produkt und Zubereitungszustand abweichen.
Quelle: Lebensmittel-Nährwertdatenbank des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit
✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q1. Warum werden Rettich und Frühlingszwiebeln vor dem Kochen mit Suppen-Sojasauce, Thunfisch-Würzsauce und Sardellen-Fischsauce gewürzt?
Dadurch nehmen die Gemüsestücke die Würzung bereits vor dem Kochen auf. Beim anschließenden Anbraten geben sie zusätzlich Flüssigkeit und Umami ab, wodurch die gesamte Brühe kräftiger und ausgewogener schmeckt.
Q2. Warum schmeckt die Brühe manchmal bitter oder unangenehm herb?
Das passiert meist, wenn das Gochugaru nach dem Anbraten des Rindfleischs bei zu hoher Hitze verbrannt ist. Reduziere die Hitze rechtzeitig und brate die Chiliflocken nur kurz an, damit sich das Chiliöl entwickelt, ohne dass das Gochugaru verbrennt.
Das mit dem Rindfleisch angeröstete Gochugaru verleiht der Brühe eine angenehme Schärfe, während weich gegarter Rettich, Frühlingszwiebeln und knackige Sojasprossen für einen zugleich kräftigen und klaren Geschmack sorgen. Durch das Vorwürzen von Rettich und Frühlingszwiebeln mit Suppen-Sojasauce, Thunfisch-Würzsauce und Sardellen-Fischsauce und das anschließende Anbraten bekommt die Brühe zusätzliche Tiefe und Umami.
Wenn du statt einer klaren koreanischen Rindfleisch-Rettich-Suppe einmal eine schärfere Variante möchtest, probiere diese Version nach Gyeongsang-Art mit Gochugaru-Chiliöl und Sojasprossen. Zusammen mit warmem Reis, Kimchi oder Kkakdugi ergibt sie eine sättigende Mahlzeit.
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