Wenn du zu Hause einen besonders zarten japanischen Aal auf Reis zubereiten möchtest, eignet sich eine Methode, bei der der Aal zunächst angebraten, anschließend mit Cheongha langsam gedämpft und zum Schluss mit Tare glasiert wird.
Für dieses japanische Unadon-Rezept wird 1 Süßwasseraal zunächst bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten jeweils 3 Minuten angebraten. Anschließend werden 2 EL Cheongha darübergegeben, der Aal wird in Alufolie eingewickelt und bei niedriger Hitze 40–50 Minuten langsam gedämpft. Die Tare besteht aus 2 EL Zucker, 2 EL Mirin und 3 EL Sojasauce und wird einmal aufgekocht, bevor der weich gedämpfte Aal darin glasiert wird. So entsteht ein japanisches Reisgericht mit saftig-zartem Aal, glänzender süß-würziger Sauce und warmem weißen Reis.
⏱️ Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★★★☆☆
✓ Zutaten für 2 Portionen
🥣 Hauptzutaten
- 1 Süßwasseraal (ca. 450 g)
- Gekochter Reis, nach Bedarf
🧂 Würzzutaten & Sauce
- Pflanzenöl, nach Bedarf
- 2 EL Cheongha
- 2 EL Zucker
- 2 EL Mirin
- 3 EL Sojasauce
(Messgrundlage: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 Papierbecher = 180 ml)
✓ Zubereitung
- Aal trocken tupfen: 1 vorbereiteten Süßwasseraal (ca. 450 g) mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen.
- Aal passend zuschneiden: Den Aal so zuschneiden, dass die Stücke gut in die verwendete Pfanne passen.
- Oberfläche vorbereiten: Mit einem Messer eventuell verbliebenen Schleim von der Hautseite entfernen. Die feste Haut leicht einschneiden und auch auf der Fleischseite längliche Einschnitte setzen.
- Fleischseite anbraten: Eine Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und etwas Pflanzenöl hineingeben. Den Aal mit der Fleischseite nach unten hineinlegen und 3 Minuten braten. Wenn er sich durch die Hitze zusammenzieht und wölbt, mit einem Pfannenwender oder einer Zange vorsichtig flach drücken.
- Hautseite braten: Den Aal wenden und auch die Hautseite bei mittlerer Hitze weitere 3 Minuten braten. Anschließend aus der Pfanne nehmen.
- Mit Cheongha beträufeln und einwickeln: Den gebratenen Aal auf Alufolie legen und gleichmäßig mit 2 EL Cheongha beträufeln. Anschließend sorgfältig in die Folie einwickeln, damit möglichst wenig Feuchtigkeit entweicht.
- Aal weich dämpfen: Den eingewickelten Aal in eine Pfanne legen und so viel Wasser hineingießen, dass die Pfanne etwa bis zur halben Höhe gefüllt ist. Mit einem Deckel abdecken. Das Wasser bei hoher Hitze zum Kochen bringen, anschließend auf niedrige Hitze reduzieren und den Aal 40–50 Minuten dämpfen. Ab 40 Minuten alle 5 Minuten prüfen, ob die gewünschte Zartheit erreicht ist.
- Tare zubereiten: Während der Aal dämpft, 2 EL Zucker, 2 EL Mirin und 3 EL Sojasauce in eine Pfanne geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Sobald die Sauce einmal aufkocht, ist die Tare fertig.
- Gedämpften Aal mit Tare glasieren: Den sehr weichen Aal vorsichtig aus der Folie nehmen und in die Pfanne mit der Tare legen. Bei mittlerer Hitze behutsam wenden, sodass beide Seiten gleichmäßig mit der Sauce überzogen werden.
- Tare über den Reis geben: Den gekochten Reis in Schüsseln verteilen und etwas von der fertigen Tare darüberträufeln.
- Aal auf dem Reis anrichten: Der glasierte Aal ist jetzt sehr weich und kann leicht auseinanderfallen. Deshalb mit einem breiten Pfannenwender von unten stützen und mit einer Zange vorsichtig auf den Reis legen. Zum Schluss etwas von der restlichen Tare aus der Pfanne auf dem Aal verteilen, damit die Oberfläche schön glänzt.
✓ Tipps für ein gutes Ergebnis
- Den Aal beim ersten Anbraten möglichst flach halten: Beim Garen zieht sich der Aal zusammen, wodurch sich die Ränder nach oben wölben können. Drücke ihn während des Bratens der Fleischseite vorsichtig mit einem Pfannenwender nach unten. Dadurch behält er beim anschließenden Dämpfen und Glasieren eine gleichmäßigere Form.
- Den gedämpften Aal sehr vorsichtig wenden: Nach 40–50 Minuten Dämpfen sind Fleisch und Haut äußerst weich. Beim Glasieren oder Umsetzen kann der Aal deshalb schnell zerfallen. Stütze ihn mit einem breiten Pfannenwender von unten und verwende die Zange nur leicht zur Unterstützung.
✓ Serviertipps
- Die genaue Dämpfzeit kann je nach Hitze variieren. Prüfe deshalb nach 40 Minuten alle 5 Minuten die Konsistenz und beende das Dämpfen, sobald der Aal die gewünschte Zartheit erreicht hat.
- Gib etwas Tare auf den Reis, bevor du den Aal darauflegst. So zieht die süß-würzige Sauce auch in den Reis ein.
- Wenn du nach dem Anrichten noch etwas von der restlichen Tare auf die Oberfläche des Aals gibst, erhält er zusätzlichen Glanz und einen intensiveren Saucengeschmack.
✓ So wählst du guten Süßwasseraal aus
- Farbe des Rückens prüfen: Bei Süßwasseraal kann die Rückenseite grau-schwarz, bräunlich oder dunkelgrün gefärbt sein.
- Oberfläche prüfen: Wähle Aal, dessen Fleisch und Oberfläche glatt und feucht wirken und nicht trocken oder rau erscheinen.
- Augen prüfen: Wenn du einen ganzen Aal kaufst, achte auf klare und nicht trübe Augen.
✓ Nährwerte von Süßwasseraal pro 100 g
| Nährstoff | Menge pro 100 g |
|---|---|
| Kalorien | 223.00 kcal |
| Kohlenhydrate | 0.30 g |
| Eiweiß | 14.40 g |
| Fett | 17.10 g |
| Natrium | 65.00 mg |
Die Angaben beziehen sich auf 100 g rohen Süßwasseraal. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Größe des Aals, Haltungsbedingungen und Zubereitungsart variieren.
Quelle: K-FIND Lebensmittel-Nährwertdatenbank des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit
✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q1. Wie lange muss der Aal nach dem Anbraten gedämpft werden, damit er weich wird?
Sobald das Wasser kocht, wird der angebratene Aal bei niedriger Hitze 40–50 Minuten gedämpft. Da die tatsächliche Hitze variieren kann, solltest du ab 40 Minuten alle 5 Minuten prüfen, ob das Fleisch bereits ausreichend weich ist.
Q2. Warum zerfällt der Aal beim Glasieren mit Tare?
Nach dem langen Dämpfen werden sowohl Fleisch als auch Haut sehr weich und können bei grobem Wenden leicht auseinanderfallen. Stütze den Aal mit einem breiten Pfannenwender vollständig von unten und verwende eine Zange nur vorsichtig als Hilfe.
Q3. Kann ich für die Tare eine andere Sojasauce verwenden?
Ja, anstelle der verwendeten Sojasauce kann auch eine andere reguläre Sojasauce eingesetzt werden. Je nach Produkt können Salzgehalt und Aroma jedoch unterschiedlich ausfallen, daher solltest du die Eigenschaften der verwendeten Sojasauce berücksichtigen.
Das fertige Unadon sieht durch die glänzende Tare-Schicht auf dem Aal besonders appetitlich aus. Da der Aal zunächst angebraten und anschließend lange mit Cheongha gedämpft wird, bleibt das Fleisch saftig und wird so zart, dass es sich bereits mit Stäbchen oder einem Löffel leicht teilen lässt. Die Tare aus Sojasauce, Mirin und Zucker verbindet eine angenehme Süße mit einer herzhaften Salzigkeit und passt gut zum kräftigen Aroma des Aals.
Da die Tare bereits vor dem Aal über den Reis gegeben wird, zieht die süß-würzige Sauce auch in die Reiskörner ein. Dadurch verbinden sich Reis und Aal geschmacklich zu einem harmonischen Gericht. Der goldbraune Aal und die dunkelbraun glänzende Tare verleihen der Reisschüssel außerdem die typische elegante Optik eines japanischen Donburi.
Bei der Zubereitung zu Hause benötigt diese Methode etwas mehr Zeit als das direkte Braten des Aals in der Sauce, weil nach dem ersten Anbraten noch die längere Dämpfphase folgt. Der Ablauf selbst ist jedoch unkompliziert. Ich mag Aal besonders gern, wenn das Fleisch nicht fest bleibt, sondern im Mund sehr weich auseinanderfällt, weshalb mir das Ergebnis nach dem langen Dämpfen besonders gut gefallen hat.
Auch die Tare lässt sich mit nur drei Zutaten – Sojasauce, Mirin und Zucker – unkompliziert zubereiten, während der Aal dämpft. Nur beim abschließenden Wenden in der Sauce sollte man langsam und vorsichtig arbeiten, damit das weiche Fleisch nicht zerbricht und die Stücke ihre Form behalten.
Auch meiner Familie gefiel die Kombination aus dem saftigen, zarten Aal und der süß-würzigen Tare, die in den Reis einzieht. Da sich Aal und Reis bequem zusammen mit einem Löffel essen lassen, ist dieses Gericht auch ohne viele zusätzliche Beilagen eine sättigende Mahlzeit.
Wenn du zu Hause einen besonders zarten japanischen Aal auf Reis zubereiten möchtest, probiere dieses Unadon-Rezept mit gedämpftem und glasiertem Aal aus. Die Zubereitung braucht etwas Zeit, dafür erhältst du sehr weiches Aalfilet mit glänzender Tare und warmem Reis – ein Gericht, das sich gut gemeinsam mit der Familie genießen lässt.
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Auch in Zukunft findest du hier unkomplizierte Rezepte und praktische Kochtipps, die sich leicht zu Hause nachmachen lassen. 😊
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※ Dieses Rezept wurde nach einer Vorlage des YouTube-Kanals „일식예보“ selbst zubereitet. Der Beitrag basiert auf dem dabei verwendeten Zubereitungsablauf und dem Ergebnis.