Zwiebel-Jangajji (koreanisch eingelegte Zwiebeln) wird aus 1 kg Zwiebeln, 3 Bechern Sojasauce, 2 Bechern Zucker und 2 Bechern Essig ganz ohne zusätzliches Wasser zubereitet. Entscheidend ist, dass die Zwiebeln schön knackig bleiben und gleichzeitig einen ausgewogenen süß-säuerlichen Geschmack bekommen.
Sojasauce und Zucker werden nicht sprudelnd gekocht, sondern nur bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt, bis sich am Rand kleine Bläschen bilden. Die heiße Mischung wird sofort über die Zwiebeln gegossen. Erst wenn die Flüssigkeit vollständig abgekühlt ist, kommen 2 Becher Essig hinzu. Nach zwei Tagen im Kühlschrank tritt auf natürliche Weise Flüssigkeit aus den Zwiebeln aus und verdünnt die Marinade, sodass sie nicht zu salzig wird und gleichmäßig in die Zwiebeln einzieht.
Cheongyang-Chilis und rote Chilischoten sorgen zusätzlich für eine angenehm scharfe Note. Dadurch passen die knackigen eingelegten Zwiebeln besonders gut zu Samgyeopsal, koreanischen Pfannkuchen und anderen herzhaften oder fettreichen Gerichten.
⏱️ Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★☆☆☆☆
✓ Zutaten
🥣 Hauptzutaten
- 1 kg Zwiebeln
- 10 Cheongyang-Chilis
- 5 rote Chilischoten
🧂 Marinade
- 3 Becher Sojasauce (540 ml)
- 2 Becher Zucker (300 g)
- 2 Becher Essig (360 ml)
(Maßangaben: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 koreanischer Papierbecher = 180 ml)
✓ So werden koreanische eingelegte Zwiebeln zubereitet
- Gemüse schneiden: 1 kg Zwiebeln schälen, gründlich waschen, halbieren und in mundgerechte Stücke schneiden. 10 Cheongyang-Chilis und 5 rote Chilischoten in dünne Ringe schneiden.
- Gemüse in eine Schüssel geben: Die geschnittenen Zwiebeln in eine große Schüssel geben und die einzelnen Zwiebelschichten mit den Händen voneinander lösen. Anschließend die geschnittenen Cheongyang-Chilis und roten Chilischoten hinzufügen.
- Sojasauce und Zucker erhitzen: 3 Becher Sojasauce (540 ml) und 2 Becher Zucker (300 g) in einen Topf geben und erhitzen. Sobald sich am Rand kleine Bläschen bilden und die Flüssigkeit kurz vor dem Kochen steht, sofort vom Herd nehmen. Die Sojasauce sollte nicht sprudelnd kochen, da sie sonst bitterer schmecken kann.
- Heiße Marinade über die Zwiebeln gießen: Direkt nach dem Ausschalten des Herdes die heiße Sojasaucenmischung über die Zwiebeln gießen und alles gleichmäßig vermengen. Die heiße Flüssigkeit hilft dabei, die knackige Textur der Zwiebeln zu erhalten.
- Essig hinzufügen: Die Marinade vollständig abkühlen lassen. Erst danach 2 Becher Essig (360 ml) hinzufügen und gründlich vermischen.
- Im Kühlschrank ziehen lassen: Die eingelegten Zwiebeln in einen luftdicht verschließbaren Behälter füllen, verschließen und zwei Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
✓ Tipps für ein gutes Ergebnis
- Sojasauce nicht zu stark erhitzen: Werden 3 Becher Sojasauce und 2 Becher Zucker längere Zeit sprudelnd gekocht, kann die Sojasauce bitterer werden. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat und am Rand kleine Bläschen aufsteigen, sollte der Herd ausgeschaltet werden. So bleibt der Geschmack mild und klar.
- Essig erst nach dem Abkühlen hinzufügen: Werden die 2 Becher Essig zusammen mit der heißen Marinade erhitzt oder direkt in die noch heiße Flüssigkeit gegeben, kann ein Teil der frischen Säure verloren gehen. Deshalb den Essig erst einrühren, wenn die Marinade vollständig abgekühlt ist.
✓ Serviertipps
- Serviere die eingelegten Zwiebeln und Cheongyang-Chilis zu knusprigem Haemul-Pajeon oder Gamja-Jeon. Die Marinade kann dabei auch als Dip anstelle einer zusätzlichen Sojasauce verwendet werden und gleicht den herzhaften Geschmack der Pfannkuchen angenehm aus.
- Zu gegrilltem Fleisch wie Samgyeopsal, Schweinenacken oder Rindfleisch bringen die knackigen Zwiebeln Frische und zusätzliche Textur auf den Teller.
- Wenn alle Zwiebeln aufgegessen sind, muss die süß-säuerliche Sojamarinade nicht weggegossen werden. Sie lässt sich als Dip für Mandu oder als Würzsauce zu koreanischen Pfannkuchen verwenden.
✓ So wählst du gute Zwiebeln aus
- Außenschale: Die äußere Schale sollte vollständig trocken sein, leicht rascheln und einen natürlichen Glanz haben. Vermeide Zwiebeln mit Verletzungen, Flecken oder sichtbaren Schimmelspuren.
- Festigkeit: Frische Zwiebeln fühlen sich schwer und fest an. Sie sollten beim Drücken nicht weich sein oder nachgeben.
- Hals und Keime: Der obere Teil sollte schmal, trocken und geschlossen sein. Zwiebeln ohne grüne Austriebe bleiben im Inneren in der Regel länger fest.
Quelle: Koreanische Behörde für ländliche Entwicklung – Nongsaro, Eigenschaften und Nährwert von Zwiebeln
✓ Nährwerte von Zwiebeln pro 100 g
| Nährstoff | Menge pro 100 g |
|---|---|
| Kalorien | 29.00 kcal |
| Kohlenhydrate | 6.52 g |
| Eiweiß | 0.96 g |
| Fett | 0.17 g |
| Natrium | 2.00 mg |
Grundlage sind 100 g rohe Zwiebeln. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Sorte, Teilstück, Produkt und Zubereitungszustand abweichen.
✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q1. Werden die eingelegten Zwiebeln ohne zusätzliches Wasser nicht zu salzig?
Nein. Aus 1 kg Zwiebeln tritt während des Ziehens von selbst reichlich Flüssigkeit aus. Dadurch wird die Marinade auf natürliche Weise verdünnt und schmeckt nicht übermäßig salzig.
Q2. Kann ich statt der normalen Sojasauce auch eine andere Sojasauce verwenden?
Eine mild schmeckende gebraute Sojasauce kann in derselben Menge verwendet werden. Koreanische Suppen-Sojasauce (Guk-Ganjang) ist dagegen deutlich salziger und wegen ihres kräftigen Salzgeschmacks für dieses Rezept weniger geeignet.
Wenn du die Sojasauce und den Zucker im angegebenen Verhältnis ohne zusätzliches Wasser nur bis kurz vor dem Kochen erhitzt, die Mischung heiß über die Zwiebeln gießt und erst nach dem vollständigen Abkühlen den Essig hinzufügst, entsteht nach zwei Tagen im Kühlschrank eine gleichmäßig gewürzte, süß-säuerliche Marinade, ohne dass die Zwiebeln zu salzig werden.
Die Zwiebeln bleiben beim Reinbeißen angenehm knackig. Gleichzeitig sorgen die Cheongyang-Chilis für eine pikante Schärfe und die roten Chilischoten für ein frisches Aroma. Besonders zu koreanischen Pfannkuchen sorgt das Jangajji für einen angenehmen Kontrast zu herzhaften und öligen Aromen.
Wenn du knackige koreanische eingelegte Zwiebeln ohne Wasser selber machen möchtest, kannst du dieses Rezept mit 3 Bechern Sojasauce, 2 Bechern Zucker und 2 Bechern Essig ausprobieren. Besonders wenn du häufig Samgyeopsal, gegrilltes Rindfleisch oder koreanische Pfannkuchen servierst, ist dieses Zwiebel-Jangajji eine praktische Beilage für den Kühlschrank.
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