Ankake Spaghetti selber machen – Nagoya-Pasta mit dicker Pfeffersauce

Wenn du eine ungewöhnliche japanische Pasta mit einer dickflüssigen Sauce und kräftigem Pfefferaroma ausprobieren möchtest, sind Ankake Spaghetti aus Nagoya eine interessante Wahl.

Der Schlüssel zu diesem Ankake-Spaghetti-Rezept ist eine dicke Ankake-Sauce aus Ketchup, Worcestersauce, Rinder-Dashida und Wasser, die anschließend mit einer Stärkemischung gebunden wird. Die gekochten Spaghetti werden noch einmal mit Würstchen, Zwiebel, grüner Paprika und Champignons angebraten, damit sie eine angenehm bissfeste Konsistenz bekommen. Die fertige Sauce wird nicht vorher mit den Nudeln vermischt, sondern erst beim Anrichten großzügig darüber und darum herum gegossen. Süß-säuerliches Tomatenaroma, die deutliche Schärfe von schwarzem Pfeffer sowie gebratenes Gemüse und Würstchen verbinden sich zu einer herzhaften japanischen Pasta.

⏱️ Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆

✓ Zutaten für 2 Portionen

🥣 Hauptzutaten

  • 200 g Spaghetti
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2 grüne Paprika
  • 2 Champignons
  • 4 Würstchen

🧂 Würzzutaten & Sauce

  • 6 EL Ketchup
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Rinder-Dashida
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 400 ml Wasser
  • 2 EL Speisestärke, für die Stärkemischung
  • 2 EL Wasser, für die Stärkemischung
  • Pflanzenöl, nach Bedarf zum Anbraten

(Messgrundlage: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 Papierbecher = 180 ml)

✓ Zubereitung

  1. Zutaten für die Ankake-Sauce vermischen: 6 EL Ketchup, 2 EL Worcestersauce, 1 EL Zucker, 1 EL Rinder-Dashida, 1 TL schwarzen Pfeffer und 400 ml Wasser in einen Topf geben und gründlich vermischen.
  2. Sauce kochen: Den Topf erhitzen und die Sauce unter Rühren zum Kochen bringen. Sobald sie aufkocht, weitere 3 Minuten kochen lassen und anschließend den Herd ausschalten.
  3. Stärkemischung vorbereiten: 2 EL Speisestärke mit 2 EL Wasser gründlich verrühren.
  4. Ankake-Sauce andicken: Bei ausgeschaltetem Herd die Sauce ständig rühren und die Stärkemischung nach und nach hineingießen, damit keine Klümpchen entstehen. Sobald alles gut vermischt ist, den Herd wieder einschalten und die Sauce noch einmal aufkochen lassen. Danach vom Herd nehmen. Die Sauce sollte nun deutlich dickflüssig sein.
  5. Spaghetti kochen: 2 l Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und 2 TL Salz hinzufügen. 200 g Spaghetti hineingeben und 11 Minuten kochen. Falls auf der Packung eine andere Kochzeit angegeben ist, diese verwenden.
  6. Gemüse und Würstchen vorbereiten: 1/2 Zwiebel in dünne Scheiben schneiden. 1/2 grüne Paprika entkernen und in längliche Streifen schneiden. 2 Champignons dünn aufschneiden und 4 Würstchen längs halbieren.
  7. Würstchen anbraten: Etwas Pflanzenöl in eine Pfanne geben und die Würstchen bei mittlerer Hitze zuerst anbraten, bis ihre Oberfläche leicht gebräunt ist.
  8. Gemüse mitbraten: Sobald die Würstchen Farbe angenommen haben, Zwiebel, Paprika und Champignons hinzufügen und bei mittlerer Hitze gemeinsam weiterbraten.
  9. Gekochte Spaghetti anbraten: Die nach 11 Minuten gekochten Spaghetti abgießen und direkt in die Pfanne geben. Vorsichtig mit Würstchen, Gemüse und Pflanzenöl vermengen und noch einmal kurz anbraten, damit die Nudeln eine angenehm bissfeste Konsistenz bekommen.
  10. Ankake-Sauce erneut erhitzen: Die vorbereitete Sauce kurz vor dem Anrichten noch einmal aufkochen, damit sie heiß serviert werden kann.
  11. Pasta anrichten: Die gebratenen Spaghetti in der Mitte der Teller etwas höher anrichten. Zwiebel, Paprika, Champignons und Würstchen darauf verteilen.
  12. Mit Ankake-Sauce vollenden: Die heiße, dickflüssige Sauce großzügig um die Nudeln herum und teilweise darüber gießen, sodass sie zusammen mit der Pasta gegessen werden kann.

✓ Tipps für ein gutes Ergebnis

  • Die Stärkemischung nicht direkt in die kochende Sauce gießen. Wird die Stärke auf einmal in stark kochende Flüssigkeit gegeben, kann sie sofort binden und Klümpchen bilden. Schalte deshalb zuerst den Herd aus, rühre die Sauce weiter und gib die Mischung aus 2 EL Speisestärke und 2 EL Wasser langsam hinzu. Erst wenn sie vollständig verteilt ist, die Sauce erneut erhitzen und einmal aufkochen.
  • Dünne Spaghetti beim Anbraten vorsichtig behandeln. Beim erneuten Braten mit dem Gemüse können besonders dünne Nudeln leicht brechen. Die Pasta deshalb nicht grob mit der Zange durchrühren, sondern behutsam wenden und vermengen, damit die bissfeste Konsistenz erhalten bleibt.

✓ Serviertipps

  • Die Ankake-Sauce nicht bereits in der Pfanne mit den Spaghetti vermischen. Wenn du zuerst die gebratenen Nudeln anrichtest und die dicke Sauce erst zum Schluss darüber gibst, bleibt ihre charakteristische Konsistenz besser erhalten.
  • Durch 1 TL schwarzen Pfeffer hat die Sauce ein deutlich wahrnehmbares Pfefferaroma. Zusammen mit Nudeln, Sauce und gebratenem Gemüse wirkt der Geschmack ausgewogener.
  • Die Würstchen können durch Schinken oder Speck ersetzt werden. Statt Champignons lassen sich auch andere Pilze verwenden, sodass sich vorhandene Zutaten aus dem Kühlschrank gut verwerten lassen.

✓ So wählst du gute Zwiebeln aus

  • Außenschale prüfen: Wähle Zwiebeln mit trockener, raschelnder und leicht glänzender Schale, die keine Verletzungen, krankhaften Stellen oder Schimmelspuren aufweist.
  • Festigkeit und Gewicht prüfen: Gute Zwiebeln sollten sich in der Hand fest und für ihre Größe relativ schwer anfühlen. Sie sollten beim Drücken nicht weich nachgeben.
  • Strunk und Austriebe prüfen: Wähle Zwiebeln mit einem dünnen, trockenen und geschlossenen Strunk, aus dem noch keine grünen Triebe wachsen.

Quelle: Rural Development Administration Nongsaro – Eigenschaften und Nährwert von Zwiebeln

✓ Nährwerte von Zwiebeln pro 100 g

NährstoffMenge pro 100 g
Kalorien29.00 kcal
Kohlenhydrate6.52 g
Eiweiß0.96 g
Fett0.17 g
Natrium2.00 mg

Die Angaben beziehen sich auf 100 g rohe Zwiebel. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Sorte, Produkt und Zubereitungszustand variieren.
Quelle: Lebensmittel-Nährwertdatenbank des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit – rohe Zwiebel

✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q1. Wie wird die Sauce für Ankake Spaghetti dickflüssig?

Schalte nach dem Kochen der Sauce den Herd aus und rühre langsam eine Mischung aus 2 EL Speisestärke und 2 EL Wasser ein. Anschließend die Sauce unter Rühren erneut erhitzen und einmal aufkochen lassen, bis sie glatt und dickflüssig wird.

Q2. Warum entstehen Klümpchen in meiner Ankake-Sauce?

Wenn die Stärkemischung zu schnell in die weiterkochende Sauce gegeben wird, kann die Stärke stellenweise sofort binden und Klümpchen bilden. Deshalb den Herd zuerst ausschalten, die Stärkemischung langsam unter ständigem Rühren einarbeiten und die Sauce erst danach erneut erhitzen.

Q3. Kann ich Würstchen und Champignons ersetzen?

Ja. Die 4 Würstchen können durch Schinken oder Speck ersetzt werden, und die 2 Champignons lassen sich durch andere Pilze austauschen. Die Mengenverhältnisse der übrigen Sauce bleiben unverändert.

Die fertigen Ankake Spaghetti fallen sofort durch die dicke, rötlich-braune Sauce auf, die sich über den Teller verteilt und deutlich anders aussieht als eine klassische Tomatenpasta. Der süß-säuerliche Geschmack des Ketchups wird durch die herzhafte Würze von Worcestersauce und Rinder-Dashida ergänzt. 1 TL schwarzer Pfeffer sorgt für ein klar wahrnehmbares, pikantes Pfefferaroma, während die dicke Sauce intensiv an den Nudeln haftet.

Die gebratenen Würstchen bringen herzhaften Geschmack ins Gericht, die Zwiebel eine leichte Süße, die grüne Paprika ein frisches Aroma und die Champignons eine weiche Textur. Da die gekochten Spaghetti vor dem Servieren noch einmal in der Pfanne angebraten werden, behalten sie auch unter der reichlichen Sauce eine angenehm bissfeste Konsistenz.

Bei der Zubereitung fand ich den Ablauf überraschend unkompliziert, wenn die Ankake-Sauce zuerst vollständig vorbereitet wird und Gemüse sowie Würstchen geschnitten werden, während die Pasta kocht. Besonders interessant fand ich, dass die dicke Sauce nicht schon vorher vollständig unter die Spaghetti gemischt wird, sondern erst beim Essen mit den Nudeln kombiniert wird.

Auch das kurze Anbraten der bereits gekochten Pasta zusammen mit dem Gemüse sorgt für eine andere, etwas bissfestere Konsistenz als bei klassischer Spaghetti. Das deutliche Pfefferaroma ist kräftig, wird aber durch die Süße und Säure von Ketchup und Worcestersauce ausgeglichen, sodass der Geschmack nicht nur scharf wirkt.

Auch meiner Familie gefiel, dass reichlich Würstchen, Paprika und Pilze auf der Pasta lagen und dadurch jeder Bissen etwas anders schmeckte. Die dicke Sauce haftet gut an den Nudeln und macht das Gericht besonders sättigend. Da es sich geschmacklich und optisch deutlich von einer gewöhnlichen Tomatenpasta unterscheidet, ist es ein Gericht, das ich wieder zubereiten würde, wenn ich Lust auf eine etwas andere japanische Pasta habe.

Wenn du eine kräftige, pfeffrige Sauce ausprobieren möchtest, die sich deutlich von klassischer Spaghetti unterscheidet, probiere diese Nagoya Ankake Spaghetti. Die dicke Sauce, gebratenen Nudeln, Würstchen und das Gemüse ergeben zusammen eine sättigende Mahlzeit für Mittag- oder Abendessen.

Speichere dieses Rezept, damit du es später schnell wiederfindest, und teile es gerne mit anderen, die japanische Küche mögen.

Auch in Zukunft findest du hier unkomplizierte Rezepte und praktische Kochtipps, die sich leicht zu Hause nachmachen lassen. 😊
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※ Dieses Rezept wurde nach einer Vorlage des YouTube-Kanals „일식예보“ selbst zubereitet. Der Beitrag basiert auf dem dabei verwendeten Zubereitungsablauf und dem Ergebnis.

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