Seoritae-Kongjaban Rezept – Weiche koreanische schwarze Sojabohnen in Sojasauce

Wenn Kongjaban nach dem Kochen zu hart wird oder sich die Schale von den Bohnen löst, lohnt es sich besonders, auf das Einweichen und die Reihenfolge beim Würzen zu achten.

Bei diesem Seoritae-Kongjaban (koreanische geschmorte schwarze Sojabohnen) werden die Bohnen zunächst ausreichend lange in Salzwasser eingeweicht und anschließend zuerst im Einweichwasser weich gekocht. Die Sojasauce kommt erst später hinzu, damit die Bohnen zart bleiben und trotzdem eine kräftige, herzhaft-salzige Würze aufnehmen. Oligosaccharid-Sirup und Olivenöl werden erst nach dem Ausschalten des Herds untergemischt, damit die Bohnen auch nach dem Abkühlen saftig bleiben und einen appetitlichen Glanz erhalten.

Die herzhafte Sojasauce und die dezente Süße ergeben eine weiche koreanische Beilage, die hervorragend zu warmem Reis passt.

⏱️ Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten (Einweichzeit nicht eingerechnet)
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆

✓ Zutaten

🥣 Hauptzutaten

  • 200 g trockene Seoritae (koreanische schwarze Sojabohnen)
  • 1 l Wasser
  • 1 EL Salz
  • 1 Blatt Kombu für die erste Garphase
  • 0,5 EL Olivenöl für die erste Garphase

🧂 Gewürze & Sauce

  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Stärkesirup
  • 2 EL Mirim
  • 2 EL Oligosaccharid-Sirup zum Abschließen
  • 0,5 EL Olivenöl zum Abschließen
  • etwas Sesamsamen (Maßangaben des Originalrezepts: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 Becher = 180 ml)

✓ Zubereitung

  1. Bohnen waschen: Gib 200 g trockene Seoritae in eine Schüssel und wasche sie 2–3 Mal gründlich mit Wasser. Reibe die Bohnen dabei vorsichtig mit den Händen aneinander.
  2. In Salzwasser einweichen: Löse 1 EL Salz vollständig in 1 l Wasser auf. Gib die gewaschenen Seoritae hinein und lasse sie 5–8 Stunden ausreichend quellen. Das Einweichen in Salzwasser hilft dabei, dass die Bohnen gleichmäßig Flüssigkeit aufnehmen und die Schale beim späteren Kochen weniger leicht aufplatzt oder sich ablöst.
  3. Bohnen zuerst weich garen: Gib die eingeweichten Bohnen in einen Topf und gieße so viel vom Einweichwasser dazu, dass die Bohnen knapp bedeckt sind. Füge 1 Blatt Kombu und 0,5 EL Olivenöl hinzu. Bringe alles bei hoher Hitze zum Kochen und lasse die Bohnen anschließend etwa 10 Minuten weiter einkochen, bis die Flüssigkeit fast vollständig reduziert ist.
  4. Mit Sojasauce würzen und einkochen: Wenn nur noch etwa 50 ml Flüssigkeit am Topfboden übrig sind, entferne den Kombu. Gib 4 EL Sojasauce, 2 EL Stärkesirup und 2 EL Mirim hinzu. Lasse alles unter vorsichtigem Rühren etwa 3 Minuten einkochen, damit nichts anbrennt. Die Würzsauce sollte gleichmäßig in die Bohnen einziehen und leicht dickflüssig werden.
  5. Glanz und Feuchtigkeit bewahren: Schalte den Herd aus und gib 2 EL Oligosaccharid-Sirup, 0,5 EL Olivenöl und etwas Sesam hinzu. Vermische alles gleichmäßig mit der Restwärme des Topfes.

✓ Tipps für ein gutes Ergebnis

  • Einweichwasser verwenden und die Bohnen zuerst ohne Sojasauce weich garen: Werden die Bohnen von Anfang an zusammen mit Sojasauce gekocht, kann ihnen durch die salzige Würzung Flüssigkeit entzogen werden und sie können fester bleiben. Gare die Seoritae deshalb zunächst nur mit dem Einweichwasser, Kombu und Olivenöl vollständig weich und füge die Sojasauce erst danach hinzu.
  • Oligosaccharid-Sirup und Öl erst zum Schluss hinzufügen: Wird Oligosaccharid-Sirup lange mitgekocht, kann das fertige Kongjaban nach dem Abkühlen fester werden. Gib deshalb Oligosaccharid-Sirup und Olivenöl erst nach dem Ausschalten des Herds hinzu. So bleibt die Oberfläche glänzend und die Bohnen behalten eine angenehm saftige Textur.

✓ Serviertipps

  • Mit Reis und Gim servieren: Gib etwas Kongjaban auf warmen Reis und ergänze nach Geschmack etwas Gim (koreanische Algenblätter). Die herzhafte Würzung der Bohnen passt gut zum milden Reis und dem gerösteten Algenaroma.
  • Portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen: Bewahre das Kongjaban in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank auf und nimm zu jeder Mahlzeit nur die benötigte Menge heraus. So lassen sich Glanz und Geschmack besser erhalten.

✓ So wählst du gute Seoritae aus

  • Aussehen und Schale: Wähle gleichmäßig große, kräftige Bohnen ohne Risse oder deutliche Beschädigungen. Die Schale sollte ein tiefes Schwarz aufweisen und kann von einer natürlichen hellen, pudrigen Schicht überzogen sein.
  • Farbe im Inneren: Typische Seoritae haben unter der schwarzen Schale ein kräftig grünes Inneres. Achte beim Kauf auf Bohnen mit dieser charakteristischen Färbung.

✓ Nährwerte von Seoritae pro 100 g

NährstoffMenge pro 100 g
Kalorien401.00 kcal
Kohlenhydrate33.43 g
Eiweiß38.02 g
Fett13.35 g
Natrium1.00 mg

Grundlage: Sojabohnen, Seoritae, getrocknet, Angaben pro 100 g. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Sorte, Produkt und Zubereitungszustand abweichen.

Quelle: Datenbank für Lebensmittel-Nährwerte des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit – unverarbeitete Lebensmittel

✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q1. Muss ich beim Einweichen der Seoritae unbedingt Salz ins Wasser geben?

Bei diesem Rezept wird 1 EL Salz verwendet. Dadurch nehmen die Bohnen die Flüssigkeit gleichmäßiger auf und die Schale platzt oder löst sich beim späteren Kochen weniger leicht. Gleichzeitig erhalten die Bohnen bereits eine leichte Grundwürze.

Q2. Warum wird Kongjaban nach dem Abkühlen manchmal hart?

Wenn Sojasauce und Stärkesirup von Anfang an mitgekocht werden oder Oligosaccharid-Sirup lange erhitzt wird, kann den Bohnen zu viel Flüssigkeit entzogen werden. Gare die Bohnen deshalb zuerst im Einweichwasser weich und gib den Oligosaccharid-Sirup erst nach dem Ausschalten des Herds hinzu.

Q3. Kann ich das Einweichwasser der Seoritae zum Schmoren weiterverwenden?

Ja. Bei diesem Rezept wird das Einweichwasser ausdrücklich weiterverwendet. Darin befinden sich bereits Farbe und Aroma der Seoritae, sodass das fertige Kongjaban eine kräftige dunkle Farbe und einen schönen Glanz erhält.

Wenn du die Seoritae ausreichend lange einweichst, zunächst im eigenen Einweichwasser weich garst und erst danach die Sojasaucen-Würzung hinzufügst, bleiben die Bohnen innen angenehm saftig und werden nicht unnötig hart. Die herzhafte Sojasauce und die dezente Süße verteilen sich gleichmäßig, während Oligosaccharid-Sirup und Olivenöl am Ende für eine glänzende Oberfläche sorgen.

Gerade bei Kongjaban kann eine zu feste Konsistenz schnell störend sein. Bei dieser Methode bleiben die Seoritae weich und behalten gleichzeitig ihren charakteristischen, leicht nussigen Geschmack. Dadurch eignet sich die Beilage besonders gut zu einer Schüssel warmem Reis.

Wenn du weiches Seoritae-Kongjaban selber machen möchtest, achte vor allem auf die Reihenfolge: Die Bohnen 5–8 Stunden einweichen, zuerst ohne Sojasauce weich garen und die süße Glasur erst ganz zum Schluss hinzufügen. So erhältst du eine saftige koreanische Beilage, die sich gut im Kühlschrank aufbewahren und portionsweise servieren lässt.

Speichere oder bookmarke dieses Rezept, damit du es später schnell wiederfindest, und teile es gerne mit anderen, die koreanische Küche mögen.

Auch weiterhin findest du hier unkomplizierte Rezepte und praktische Kochtipps, die sich leicht zu Hause nachmachen lassen. Wenn du Fragen zu einem Gericht hast oder dir ein bestimmtes Rezept wünschst, hinterlasse gerne einen Kommentar. 😊

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