Einfaches Tonjiru-Rezept – Japanische Miso-Suppe mit Schweinebauch und Gemüse

Wenn du japanische Miso-Suppe mit Schweinefleisch zu Hause zubereitest, solltest du Fleisch und Gemüse nicht direkt in Wasser kochen. Durch vorheriges Anbraten entwickeln die Zutaten deutlich mehr Aroma und die Brühe bekommt einen kräftigeren Geschmack.

Tonjiru ist eine japanische Suppe, bei der dünn geschnittener Schweinebauch zusammen mit Klettenwurzel, Daikon-Rettich, Karotte und Konjak angebraten und anschließend mit Wasser, Hondashi und Miso gekocht wird. Die Klettenwurzel wird zuerst goldbraun angebraten, um ihr Aroma hervorzuheben. Von insgesamt 3 EL Miso werden zunächst 2 EL für 7 Minuten mitgekocht, während der letzte Esslöffel erst zum Schluss eingerührt wird, damit das typische Miso-Aroma deutlicher erhalten bleibt. Das herzhafte Schweinefleisch, die leichte Süße des Wurzelgemüses und der vollmundige Geschmack von Miso ergeben eine sättigende Suppe mit reichlich Einlage.

⏱️ Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆

✓ Zutaten für 2 Portionen

🥣 Hauptzutaten

  • 100 g hauchdünn geschnittener Schweinebauch
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/4 Frühlingszwiebel
  • 1/4 Klettenwurzel, ca. 70 g
  • 1/4 Karotte, ca. 50 g
  • 3 cm Daikon-Rettich, ca. 100 g
  • 50 g Konjak, optional

🧂 Gewürze & Sauce

  • Pflanzenöl
  • 500 ml Wasser
  • 1 TL Hondashi
  • 1 EL Cheongha
  • 1 EL Mirin
  • 3 EL Miso

(Maßangaben: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 koreanischer Papierbecher = 180 ml)

✓ Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten: Schneide 100 g dünn geschnittenen Schweinebauch in mundgerechte Stücke und 1/2 Zwiebel in feine Streifen. Schneide 1/4 Frühlingszwiebel in dünne Ringe und stelle sie beiseite. Schabe die Schale von 1/4 Klettenwurzel mit dem Messerrücken leicht ab und schneide die Wurzel anschließend schräg in dünne Scheiben. Halbiere 1/4 Karotte und schneide sie in dünne Halbmonde. Teile das 3 cm lange Stück Daikon-Rettich der Länge nach in 4 Teile und schneide es anschließend etwa 4–5 mm dick in fächerförmige Scheiben. Reiße 50 g Konjak mit einem Löffel in mundgerechte Stücke, sodass eine unregelmäßige Oberfläche entsteht.
  2. Klettenwurzel anbraten: Gib etwas Pflanzenöl in einen Topf und brate die vorbereitete Klettenwurzel bei mittlerer Hitze goldbraun an. Nimm sie anschließend kurz aus dem Topf und stelle sie beiseite.
  3. Schweinebauch anbraten: Gib 100 g Schweinebauch bei ausgeschaltetem Herd in den noch heißen Topf. Brate ihn, bis die rötliche Farbe verschwunden ist. Wenn der Topf dabei zu stark abkühlt, schalte wieder auf mittlere Hitze.
  4. Gemüse und Konjak anbraten: Gib Zwiebel, Daikon, Karotte und Konjak dazu und brate alles gemeinsam an. Sobald der Daikon etwas Fett aufgenommen hat und leicht glasig wird, gib die gebratene Klettenwurzel wieder in den Topf.
  5. Suppe aufkochen: Gib 500 ml Wasser, 1 TL Hondashi, 1 EL Cheongha und 1 EL Mirin hinzu und bringe alles zum Kochen.
  6. Erste Portion Miso einrühren: Sobald die Suppe kocht, gib 2 EL Miso in ein feines Sieb und löse es mithilfe der heißen Brühe vollständig auf. Lasse die Suppe anschließend 7 Minuten köcheln, damit sich der Miso-Geschmack gut mit den Zutaten verbindet.
  7. Mit restlichem Miso und Frühlingszwiebel fertigstellen: Löse die restlichen 1 EL Miso ebenfalls sorgfältig in der Brühe auf. Gib die vorbereitete Frühlingszwiebel hinzu und lasse die Suppe noch 1 Minute kochen.

✓ Tipps für ein gutes Ergebnis

  • Gemüse ausreichend anbraten, damit die Suppe kräftiger schmeckt: Gib nach Schweinebauch, Zwiebel, Daikon, Karotte und Konjak nicht sofort Wasser hinzu. Brate alles so lange, bis der Daikon etwas Fett aufgenommen hat und leicht glasig wird.
  • Nicht alle 3 EL Miso von Anfang an lange mitkochen: Löse zuerst 2 EL Miso auf und lasse die Suppe damit 7 Minuten kochen. Gib den letzten 1 EL erst zum Schluss hinzu. So bleibt das charakteristische Aroma des Miso, das bei längerem Kochen schwächer werden kann, deutlicher erhalten.

✓ Serviertipps

  • Am besten servierst du Tonjiru direkt, nachdem das restliche Miso und die Frühlingszwiebel hinzugefügt und noch 1 Minute mitgekocht wurden. So kommen die Aromen von Miso und Frühlingszwiebel besonders gut zur Geltung.
  • Durch das Schweinefleisch und die vielen Wurzelgemüse ist die Suppe reichhaltig und passt sehr gut zu warmem Reis.

✓ So wählst du guten Schweinebauch aus

  • Farbe von Fleisch und Fett: Wähle Schweinebauch mit hellrosa bis rötlich-rosa Muskelfleisch und sauberem, milchig-weißem Fett.
  • Festigkeit und Oberfläche: Das Fleisch sollte bei leichtem Druck elastisch sein und schnell in seine ursprüngliche Form zurückkehren. Auf der Oberfläche sollten sich weder übermäßig viel Fleischsaft noch klebrige Stellen befinden.
  • Verteilung von Fett und Fleisch: Ideal ist Schweinebauch mit gleichmäßigen Schichten aus Fett und Muskelfleisch. Die Fleischstruktur sollte nicht übermäßig grob wirken.

✓ Nährwerte von Schweinebauch pro 100 g

NährstoffMenge pro 100 g
Kalorien372.00 kcal
Kohlenhydrate0.00 g
Eiweiß13.90 g
Fett33.31 g
Natrium56.00 mg

Die Angaben beziehen sich auf 100 g rohen Schweinebauch aus der Rohzutaten-Datenbank des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Rasse, Teilstück, Produkt und Zubereitungszustand variieren.
Quelle: Lebensmittel-Nährwertdatenbank des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit – Rohzutaten

✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q1. Wann sollte ich das Miso für Tonjiru hinzufügen?

Von insgesamt 3 EL Miso werden zunächst 2 EL eingerührt, sobald die Brühe zu kochen beginnt, und 7 Minuten mitgekocht. Den letzten 1 EL gibst du erst zum Schluss hinzu, damit das Miso-Aroma noch einmal deutlich hervorkommt.

Q2. Warum schmeckt meine Tonjiru-Suppe flach und wenig aromatisch?

Wenn du Wasser hinzugibst, bevor Schweinefleisch und Gemüse ausreichend angebraten wurden, können sich deren Aromen weniger intensiv entwickeln. Brate die Zutaten deshalb so lange, bis der Daikon etwas Fett aufgenommen hat und leicht glasig wird, und gib erst danach das Wasser hinzu.

Q3. Muss Konjak unbedingt in Tonjiru?

Nein. Konjak ist optional, sorgt aber für eine angenehm elastische Konsistenz. Wenn du ihn verwendest, solltest du ihn nicht sauber mit dem Messer schneiden, sondern mit einem Löffel in mundgerechte Stücke reißen. Dadurch entsteht eine rauere Oberfläche mit mehr Kontakt zur Brühe.

Die fertige Suppe verbindet das kräftige Aroma von Miso mit dem herzhaften Geschmack des dünn geschnittenen Schweinebauchs. Daikon und Karotte werden weich und bringen eine leichte natürliche Süße mit, während der elastische Konjak einen angenehmen Kontrast zum zarten Gemüse bildet.

Die zuvor goldbraun angebratene Klettenwurzel entwickelt ein charakteristisch erdiges und geröstetes Aroma, das sehr gut mit dem Schweinefleisch harmoniert. Durch die zweite Portion Miso am Ende bleibt dessen kräftiger Duft in der Brühe deutlich wahrnehmbar. Die Frühlingszwiebel bringt zusätzlich eine frische Farbe in die reichhaltig gefüllte Suppe.

Besonders angenehm ist, dass Tonjiru nicht nur aus einer kräftigen Brühe besteht, sondern bei jedem Löffel verschiedene Gemüse und Schweinefleisch mitgegessen werden können. Der dünn geschnittene Schweinebauch bleibt weich, während Klettenwurzel, Daikon und Karotte jeweils unterschiedliche Aromen und Konsistenzen beitragen. Trotz der verschiedenen Zutaten bleibt die Zubereitung unkompliziert, da alles nacheinander im selben Topf angebraten und gekocht wird.

Wenn du eine warme Suppe suchst, in der du Schweinefleisch und Gemüse reichlich zusammen genießen kannst, probiere dieses Tonjiru-Rezept aus. Der vollmundige Miso-Geschmack und die unterschiedlichen Texturen machen die Suppe zu einer guten Wahl für eine gemütliche Familienmahlzeit.

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