Koreanische Gurken-Zwiebel-Pickles – Knackig mit heißem Sud

Wenn du eine süß-säuerliche und knackige Beilage suchst, sind diese koreanischen Gurken-Zwiebel-Pickles eine einfache und erfrischende Wahl.

Für dieses Rezept werden Baek-o-i, koreanische helle Gurken, zunächst vorsichtig in Essigwasser gewaschen und anschließend mit Zwiebeln, Chilis und Knoblauch eingelegt. Entscheidend ist, den aus Wasser, Sojasauce und Zucker aufgekochten Sud noch heiß direkt über das Gemüse zu gießen. Essig und Soju kommen erst nach dem Ausschalten der Herdplatte hinzu. Nach dem vollständigen Abkühlen ziehen die Pickles 1–2 Tage im Kühlschrank, damit sich der Geschmack gleichmäßig verteilt.

Die knackigen Gurken und Zwiebeln verbinden sich mit einem süß-säuerlichen und herzhaften Sud. Dadurch passen diese koreanischen Pickles besonders gut zu gegrilltem Fleisch und anderen reichhaltigen Gerichten.

⏱️ Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★☆☆☆☆

✓ Zutaten

🥣 Hauptzutaten

  • 8 Baek-o-i (koreanische helle Gurken)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 rote Chilischoten
  • 3 Cheongyang-Chilis (scharfe koreanische Chilischoten)
  • 15 ganze Knoblauchzehen

🧂 Für den Einlegesud

  • reichlich Essig zum Waschen der Gurken
  • 500 ml Wasser
  • 500 ml Sojasauce
  • 1,5 Becher Zucker
  • 1,5 Becher Essig
  • 1 Becher Soju

    (Maßangaben des Originalrezepts: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 Becher = 180 ml)

✓ Zubereitung

  1. Gurken in Essigwasser waschen: Gib die 8 Baek-o-i in eine große Schüssel und fülle so viel Wasser ein, dass die Gurken bedeckt sind. Gib reichlich Essig hinzu und reibe die Gurken vorsichtig sauber. Vermeide es, sie mit Salz kräftig abzureiben, da die Oberfläche dabei beschädigt werden und das Gemüse beim Einlegen schneller weich werden kann.
  2. Gurken schneiden: Schneide die beiden Enden der gewaschenen Gurken ab, da diese bitter schmecken können. Schneide die Gurken anschließend für einen guten Biss in etwa 1 cm dicke Scheiben.
  3. Übriges Gemüse vorbereiten: Schneide die 2 Zwiebeln in mundgerechte Stücke. Schneide die 3 roten Chilischoten und 3 Cheongyang-Chilis in dünne Ringe und die 15 Knoblauchzehen in etwas dickere Scheiben.
  4. Alles in den Behälter füllen: Gib Gurken, Zwiebeln, Chilis und Knoblauch gleichmäßig gemischt in einen ausreichend großen, zuvor mit kochendem Wasser sterilisierten Aufbewahrungsbehälter.
  5. Einlegesud aufkochen: Gib 500 ml Wasser, 500 ml Sojasauce und 1,5 Becher Zucker in einen Topf und bringe alles bei hoher Hitze zum Kochen. Sobald der Sud kräftig kocht, reduziere die Hitze auf mittlere Stufe und lasse ihn noch etwa 1 Minute kochen. Schalte anschließend sofort den Herd aus.
  6. Essig und Soju hinzufügen: Gib direkt nach dem Ausschalten 1,5 Becher Essig und 1 Becher Soju in den Sud und vermische alles gründlich. Werden beide Zutaten erst nach dem Kochen hinzugefügt, bleibt die frische Säure des Essigs besser erhalten. Der Soju unterstützt außerdem die Haltbarkeit des Einlegesuds.
  7. Heißen Sud direkt darüber gießen: Gieße den Einlegesud noch heiß direkt über das vorbereitete Gemüse. Die hohe Temperatur lässt die Oberfläche der Gurken schnell reagieren und hilft dabei, ihre feste, knackige Textur beim Einlegen zu erhalten.
  8. Abkühlen und im Kühlschrank ziehen lassen: Lasse den Behälter bei Raumtemperatur vollständig auskühlen, während der Deckel geöffnet bleibt. Verschließe ihn anschließend und stelle ihn für 1–2 Tage in den Kühlschrank. Danach sind die Gurken-Zwiebel-Pickles fertig.

✓ Tipps für ein gutes Ergebnis

  • Den Einlegesud heiß über die Gurken gießen: Wird der Sud vor dem Eingießen vollständig abgekühlt, kann die Gurkenstruktur mit der Zeit weicher werden. Gieße den frisch aufgekochten Sud deshalb direkt heiß über das Gemüse, damit die Gurken möglichst lange fest und knackig bleiben.
  • Essig und Soju erst nach dem Kochen hinzufügen: Wird der Essig von Anfang an mitgekocht, kann ein Teil seines frischen, säuerlichen Aromas verloren gehen. Gib deshalb 1,5 Becher Essig und 1 Becher Soju erst direkt nach dem Ausschalten der Herdplatte hinzu. So bleibt die Säure deutlicher erhalten, während der Alkohol dazu beiträgt, unerwünschtes Wachstum auf der Oberfläche des Suds zu hemmen.

✓ Serviertipps

  • Zu gegrilltem und reichhaltigem Fleisch: Die süß-säuerlichen Pickles passen besonders gut zu gebratenem Samgyeopsal (koreanischem Schweinebauch), gegrilltem Rindfleisch oder koreanischen Pfannengerichten wie Jeon. Ihre frische Säure bildet einen angenehmen Kontrast zu fettigen Speisen.
  • Zu kaltem Reis mit Wasser oder Gerstentee: Gib kaltes Wasser oder Boricha (koreanischen Gerstentee) zu kaltem Reis und serviere dazu knackige Gurkenscheiben und würzige Knoblauchscheiben. Das eignet sich besonders gut als leichte Mahlzeit an Tagen, an denen du wenig Appetit hast.

✓ So wählst du frische Gurken aus

  • Form und Dicke: Wähle Gurken, die vom oberen bis zum unteren Ende möglichst gleichmäßig dick und nicht stark gebogen sind.
  • Feste Oberfläche: Frische Gurken haben eine glänzende Oberfläche und fühlen sich beim Anfassen fest und elastisch an, ohne weiche Stellen.
  • Zustand des Stielansatzes: Der Stielansatz sollte nicht vertrocknet oder welk sein, sondern möglichst frisch und grün aussehen.

Quelle: Nongsaro Landwirtschaftstechnologie-Portal – Auswahl guter Gurken

✓ Nährwerte von Gurken pro 100 g

NährstoffMenge pro 100 g
Kalorien13.00 kcal
Kohlenhydrate2.79 g
Eiweiß1.06 g
Fett0.05 g
Natrium3.00 mg

Grundlage: rohe Dadagi-Gurke, Angaben pro 100 g. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Sorte, verwendetem Teil, Produkt und Zubereitungszustand abweichen.

Quelle: Datenbank für Lebensmittel-Nährwerte des koreanischen Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit – unverarbeitete Lebensmittel

✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q1. Werden die Gurken weich, wenn ich den heißen Einlegesud direkt darüber gieße?

Nein. Die Gurken werden dabei nicht vollständig gegart. Die heiße Flüssigkeit wirkt nur kurz auf die Oberfläche ein und hilft dabei, die feste und knackige Textur beim Einlegen zu erhalten.

Q2. Warum kann sich auf den eingelegten Gurken ein weißlicher Belag bilden?

Ein solcher Belag kann entstehen, wenn kein Soju verwendet wurde oder der Behälter längere Zeit verschlossen bei Raumtemperatur stand und sich Mikroorganismen vermehren konnten.

Q3. Kann ich anstelle der normalen Sojasauce eine andere Sojasauce verwenden?

Eine andere klassische Sojasauce zum Würzen und Kochen kann verwendet werden. Sehr salzige koreanische Suppen-Sojasauce (Guk-ganjang) ist dagegen weniger geeignet, da die Pickles dadurch deutlich zu salzig werden können.

Wenn du die Gurken in Essigwasser wäschst, sie zusammen mit Zwiebeln, Chilis und Knoblauch in einen Behälter gibst und anschließend den heißen Einlegesud direkt darüber gießt, bleiben Gurken und Zwiebeln schön knackig. Nach 1–2 Tagen im Kühlschrank zieht der süß-säuerliche und herzhafte Geschmack gleichmäßig in das Gemüse ein. Essig und Soju werden erst nach dem Ausschalten hinzugefügt, sodass sich die frische Säure harmonisch mit der Sojasauce verbindet.

Besonders angenehm ist die feste Textur der etwas dicker geschnittenen Gurken und Zwiebeln. Zu Samgyeopsal oder anderem gegrilltem Fleisch sorgt der süß-säuerliche Geschmack für einen frischen Kontrast.

Wenn du knackige koreanische Gurken-Zwiebel-Pickles selber machen möchtest, achte vor allem auf die Reihenfolge: Sud aufkochen, noch heiß über das Gemüse gießen, vollständig abkühlen lassen und anschließend 1–2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. So erhältst du eine praktische Beilage zu Fleischgerichten, Jeon und anderen reichhaltigen Speisen.

Speichere oder bookmarke dieses Rezept, damit du es später schnell wiederfindest, und teile es gerne mit anderen, die koreanische Küche mögen.

Auch in Zukunft findest du hier unkomplizierte Rezepte und praktische Kochtipps, die sich leicht zu Hause nachmachen lassen. Wenn du ein bestimmtes Gericht sehen möchtest oder Fragen zu einem Rezept hast, hinterlasse gerne einen Kommentar. 😊

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