Chicken Nanban Rezept – Knuspriges japanisches Hähnchen mit hausgemachter Tartarsauce

Wenn du knuspriges japanisches Hähnchen zu Hause zubereiten möchtest, kommt es vor allem auf die richtige Kombination aus goldbrauner Panade, süß-säuerlicher Sauce und saftigem Fleisch an.

Bei diesem Chicken Nanban Rezept wird Hähnchenkeulenfleisch zuerst in Mehl und verquirltem Ei gewendet und anschließend bei 170 °C goldbraun frittiert. Danach wird das Hähnchen in eine süß-säuerliche Nanbanzu-Sauce aus Sojasauce, Essig und Zucker getaucht.

Eine großzügige Portion hausgemachter Tartarsauce aus hart gekochten Eiern, fein gehackter Zwiebel und Mayonnaise sorgt für eine besonders cremige Note.

Chicken Nanban ist eine Spezialität aus der japanischen Präfektur Miyazaki. Das Gericht verbindet eine leicht knusprige Hülle mit saftigem Hähnchenfleisch, einer würzigen Sauce und einem cremigen Topping. Dazu passt frisch gekochter Reis.

⏱️ Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
🍳 Schwierigkeitsgrad: ★★☆☆☆

✓ Zutaten (für 1–2 Portionen)

🥣 Hauptzutaten

  • Ca. 300 g Hähnchenkeulenfleisch
  • 2 EL Mehl
  • 1 Ei (für die Panade)
  • 2 hart gekochte Eier (für die Tartarsauce)
  • 1/4 Zwiebel (für die Tartarsauce)

🧂 Nanbanzu-Sauce & Gewürze

  • 2 EL Guk-Ganjang (koreanische Suppensojasauce)
  • 2,5 EL Essig
  • 3 EL Zucker
  • 3 EL Mayonnaise (für die Tartarsauce)
  • 1 TL Ketchup (für die Tartarsauce)
  • 1 Prise Salz (für die Tartarsauce)
  • 1 Prise Pfeffer (für die Tartarsauce)
  • Pflanzenöl nach Bedarf (zum Frittieren, ohne feste Mengenangabe)

Messhinweis: 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml, 1 koreanischer Papierbecher = 180 ml.

✓ Chicken Nanban selber machen – Schritt für Schritt

  1. Eier für die Tartarsauce hart kochen: Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die 2 Eier hineingeben und 12 Minuten kochen, bis sie hart sind. Anschließend die Eier schälen und beiseitestellen.
  2. Zwiebel fein hacken: Die 1/4 Zwiebel in möglichst kleine Würfel schneiden. Anschließend 10 Minuten in kaltes Wasser legen, damit der scharfe Zwiebelgeschmack milder wird. Während die Zwiebel einweicht, die Nanbanzu-Sauce zubereiten.
  3. Nanbanzu-Sauce zubereiten: 2 EL Guk-Ganjang, 2,5 EL Essig und 3 EL Zucker in einen kleinen Topf geben. Die Mischung erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Sauce aufkocht. Anschließend den Herd ausschalten und die Sauce beiseitestellen.
  4. Gehackte Zwiebel gründlich abtropfen lassen: Die eingeweichten Zwiebelwürfel in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Danach mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen. So wird verhindert, dass die Tartarsauce durch überschüssiges Wasser zu dünnflüssig wird.
  5. Hart gekochte Eier vorbereiten: Die 2 hart gekochten Eier halbieren und Eigelb und Eiweiß voneinander trennen. Das Eiweiß mit einem Messer fein hacken. Die Eigelbe in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zu einer weichen Masse zerdrücken.
  6. Hausgemachte Tartarsauce anrühren: Die zerdrückten Eigelbe, das gehackte Eiweiß und die gut abgetropften Zwiebelwürfel in einer Schüssel vermengen. 3 EL Mayonnaise, 1 TL Ketchup, 1 Prise Salz und 1 Prise Pfeffer hinzufügen. Alles gleichmäßig verrühren, sodass eine cremige Sauce entsteht, in der die kleinen Stückchen von Ei und Zwiebel noch erkennbar sind.
  7. Hähnchenkeulenfleisch vorbereiten: Das Hähnchenkeulenfleisch (ca. 300 g) von besonders dicken Fettstücken und festen Sehnen befreien. Das Fleisch anschließend flach ausbreiten. Es sollte nicht in zu kleine Stücke geschnitten werden, damit die dickeren Fleischstücke beim Frittieren ihre saftige Konsistenz behalten.
  8. Hähnchen mit Mehl bestäuben: 2 EL Mehl auf einen großen Teller geben. Das Hähnchenkeulenfleisch von beiden Seiten gleichmäßig darin wenden. Das Mehl mit den Händen leicht andrücken, damit es auch an den Falten und Zwischenräumen des Fleisches haftet.
  9. Hähnchen durch verquirltes Ei ziehen: Das verbleibende rohe Ei in eine separate Schüssel aufschlagen und gründlich verquirlen. Die mit Mehl bestäubten Hähnchenstücke in das Ei tauchen und wenden, sodass beide Seiten gleichmäßig mit der Eierschicht überzogen sind.
  10. Hähnchen bei 170 °C frittieren: Ausreichend Pflanzenöl in eine Pfanne geben und auf etwa 170 °C erhitzen. Das mit Ei überzogene Hähnchenkeulenfleisch vorsichtig in das heiße Öl legen und goldbraun frittieren.
  11. Hähnchen wenden und fertig garen: Die erste Seite etwa 3 Minuten frittieren. Anschließend das Hähnchen wenden und auch die andere Seite goldbraun ausbacken. Die benötigte Garzeit hängt von der Dicke des Fleisches ab. Deshalb darauf achten, dass die Panade goldbraun ist und das Hähnchen auch an der dicksten Stelle vollständig durchgegart ist.
  12. Überschüssiges Öl abtropfen lassen: Das vollständig gegarte, goldbraune Hähnchen aus dem Öl nehmen. Auf ein Abtropfgitter oder einen geeigneten Rost legen und kurz ruhen lassen, damit überschüssiges Öl abtropfen kann.
  13. Hähnchen mit Nanbanzu-Sauce überziehen: Das abgetropfte Hähnchen in die zuvor zubereitete Nanbanzu-Sauce geben. Mehrmals vorsichtig wenden, bis die gesamte Panade gleichmäßig mit der süß-säuerlichen Sauce überzogen und gut durchtränkt ist.
  14. Mit Tartarsauce servieren: Das mit Nanbanzu-Sauce überzogene Hähnchen auf einem Teller anrichten. Die vorbereitete Tartarsauce großzügig darüber verteilen. Damit ist das Chicken Nanban mit seiner süß-säuerlichen Würzung und dem cremigen Topping servierfertig.

✓ Tipps für ein gutes Ergebnis

  • Hähnchen zuerst in Mehl und anschließend in Ei wenden: Wenn das Mehl nicht gleichmäßig auf dem Fleisch verteilt ist, haftet die Eierschicht möglicherweise nicht richtig und kann sich beim Frittieren lösen. Deshalb das gesamte Hähnchenkeulenfleisch zuerst sorgfältig mit 2 EL Mehl bestäuben und anschließend durch 1 verquirltes Ei ziehen. So bleibt die Panade besser am Fleisch haften.
  • Auf die Öltemperatur und den Garzustand achten: Ist das Öl zu kalt, saugt die Panade viel Fett auf und wird schwer und fettig. Bei zu hoher Temperatur kann die Oberfläche bereits dunkel werden, während das Fleisch innen noch nicht vollständig gegart ist. Das Hähnchen deshalb bei etwa 170 °C frittieren, nach ungefähr 3 Minuten wenden und die andere Seite ebenfalls goldbraun ausbacken. Vor dem Servieren kontrollieren, dass auch die dickste Stelle vollständig durchgegart ist.

✓ Serviertipps

  • Frisch frittiertes Hähnchen in Nanbanzu-Sauce tauchen: Lass das überschüssige Öl nach dem Frittieren kurz abtropfen und überziehe das Hähnchen anschließend gleichmäßig mit der vorbereiteten Nanbanzu-Sauce. Die süß-säuerliche Würzung zieht in die goldbraune Panade ein. So entsteht eine Kombination aus leicht knuspriger Oberfläche, würzigem Geschmack und saftigem Fleisch.
  • Tartarsauce großzügig darübergeben: Verteile reichlich hausgemachte Tartarsauce mit fein gehackten Eiern und Zwiebeln über dem Hähnchen. Die Mayonnaise sorgt für eine cremige Konsistenz, während der Ketchup eine leichte süß-säuerliche Note beisteuert. Dadurch wird die Säure der Nanbanzu-Sauce angenehm abgerundet.
  • Mit warmem Reis servieren: Das Hähnchen mit seiner intensiven Nanbanzu-Würzung und der cremigen Tartarsauce passt hervorragend zu frisch gekochtem weißem Reis. Schneide es zum Essen in mundgerechte Stücke und serviere es zusammen mit dem Reis als sättigende japanische Mahlzeit.

✓ So erkennst du gutes Hähnchenkeulenfleisch

  • Farbe von Haut und Fleisch: Die Haut sollte eine helle, leicht apricotfarbene Tönung und einen natürlichen Glanz haben. Das Fleisch sollte frisch rosa aussehen und weder ungewöhnlich blass noch auffällig dunkel sein.
  • Festigkeit des Fleisches: Wähle Hähnchenkeulenfleisch mit einer festen, elastischen Struktur. Wenn du leicht mit dem Finger daraufdrückst, sollte das Fleisch wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehren. Vermeide Fleisch, das ungewöhnlich weich oder matschig wirkt.
  • Oberfläche und Verpackung: Achte darauf, dass die Haut keine starken Blutergüsse oder Verfärbungen aufweist. In der Verpackung sollte sich nicht übermäßig viel Fleischsaft oder blutige Flüssigkeit gesammelt haben. Hähnchenfleisch mit ungewöhnlichem Geruch oder einer stark klebrigen Oberfläche sollte nicht verwendet werden.

✓ Nährwerte von Hähnchenkeulenfleisch pro 100 g

NährstoffMenge pro 100 g
Kalorien144,00 kcal
Kohlenhydrate0,00 g
Eiweiß19,41 g
Fett7,67 g
Natrium84,00 mg

Die Angaben beziehen sich auf 100 g rohes Hähnchenkeulenfleisch. Die tatsächlichen Nährwerte können je nach Geflügelrasse, Teilstück, Hautanteil, Produkt und Zubereitungszustand abweichen.

Quelle: Food Safety Korea – Nährwertdatenbank: Hähnchenkeulenfleisch, roh

✓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Bei welcher Temperatur sollte ich Chicken Nanban frittieren?

Das Hähnchenkeulenfleisch wird in etwa 170 °C heißem Öl frittiert. Die erste Seite ungefähr 3 Minuten ausbacken, anschließend wenden und die andere Seite goldbraun frittieren. Je nach Dicke des Fleisches darauf achten, dass es innen vollständig durchgegart ist.

2. Warum löst sich die Panade beim Chicken Nanban?

Die Panade kann sich lösen, wenn das Mehl nicht gleichmäßig verteilt ist oder die Eierschicht nicht ausreichend am Fleisch haftet. Bestäube das Hähnchenkeulenfleisch deshalb zuerst sorgfältig mit 2 EL Mehl und ziehe es anschließend durch 1 verquirltes Ei.

3. Kann ich Chicken Nanban auch mit Hähnchenbrust zubereiten?

Ja, du kannst auch Hähnchenbrust verwenden. Da sie weniger Fett enthält als Hähnchenkeulenfleisch, kann das Ergebnis jedoch etwas trockener werden. Frittiere die Hähnchenbrust nicht länger als nötig und achte darauf, dass sie vollständig durchgegart ist, ohne ihre saftige Konsistenz zu verlieren.

Das fertige Chicken Nanban verbindet goldbraun frittiertes Hähnchenkeulenfleisch mit einer süß-säuerlichen Nanbanzu-Sauce und einer großzügigen Portion cremiger Tartarsauce. Die Panade aus Mehl und Ei bleibt außen leicht knusprig, während das Fleisch im Inneren angenehm saftig ist. Die Nanbanzu-Sauce aus Guk-Ganjang, Essig und Zucker bringt eine ausgewogene Mischung aus herzhafter Würze, frischer Säure und Süße mit.

Die selbst gemachte Tartarsauce ergänzt das Gericht durch ihren milden, cremigen Geschmack. Fein gehackte hart gekochte Eier und Zwiebeln sorgen dafür, dass die Sauce nicht vollkommen glatt ist, sondern eine angenehm stückige Konsistenz besitzt. Die Mayonnaise macht sie besonders cremig, während der Ketchup eine dezente süß-säuerliche Note und einen leicht rosafarbenen Ton verleiht. Auf dem goldbraunen Hähnchen sieht die großzügig verteilte Sauce besonders appetitlich aus.

Was ich an Chicken Nanban besonders mag, ist die Kombination aus der süß-säuerlichen Würzung und der cremigen Tartarsauce. Bei dieser Zubereitung habe ich das Hähnchenkeulenfleisch bewusst in größeren, dickeren Stücken frittiert und anschließend gründlich in die vorbereitete Nanbanzu-Sauce getaucht. Dadurch nahm die Panade die Würzung gut auf, während das Fleisch innen angenehm saftig blieb.

Besonders gut gefiel mir die Tartarsauce mit den fein gehackten Eiern und Zwiebeln. Ein Löffel davon milderte die Säure der Nanbanzu-Sauce und ergänzte den herzhaften Geschmack des Hähnchens. Auch meiner Familie schmeckte die Kombination aus süß-salzig gewürztem Fleisch und cremiger Sauce. Zusammen mit warmem Reis ergab sich ein rundum gelungenes Abendessen.

Die Tartarsauce ließ sich bereits vor dem Frittieren vorbereiten, sodass die einzelnen Arbeitsschritte gut aufeinander abgestimmt waren. Obwohl das Rezept aus mehreren Schritten besteht, empfand ich die Zubereitung als weniger aufwendig als zunächst erwartet. Besonders lecker war das Hähnchen, wenn es in mundgerechte Stücke geschnitten und gemeinsam mit Reis gegessen wurde. Dabei kamen die würzige Panade und die cremige Sauce besonders gut zur Geltung. Für ein gemütliches Abendessen am Wochenende würde ich dieses Gericht gerne wieder zubereiten.

Wenn du knusprige Hähnchengerichte oder japanisches Tonkatsu magst, solltest du dieses einfache Chicken Nanban Rezept ausprobieren. Die Kombination aus goldbraun frittiertem Hähnchen, süß-säuerlicher Nanbanzu-Sauce und hausgemachter Tartarsauce bietet eine interessante Abwechslung zu gewöhnlichem frittiertem Hähnchen.

Mit vertrauten Zutaten wie Hähnchenkeulenfleisch, Eiern, Mehl und Mayonnaise kannst du diese japanische Spezialität aus Miyazaki auch zu Hause zubereiten. Das Gericht eignet sich sowohl für ein gemeinsames Familienessen als auch für ein besonderes Abendessen am Wochenende.

Speichere dieses Rezept als Lesezeichen, damit du es später schnell wiederfindest. Teile es gerne auch mit Freunden oder Familienmitgliedern, die japanische Hausmannskost mögen.

Ich werde weiterhin leckere, einfach nachzukochende Rezepte und praktische Kochtipps vorstellen, die sich zu Hause umsetzen lassen. 😊

Hast du Fragen zur Zubereitung oder möchtest du ein bestimmtes japanisches Gericht kennenlernen? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar. 😊

※ Dieses Rezept basiert auf einer Zubereitung, die auf dem YouTube-Kanal „일식예보“ vorgestellt wurde. Ich habe das Gericht selbst nachgekocht und diesen Beitrag anhand meiner eigenen Erfahrungen während der Zubereitung und des fertigen Ergebnisses verfasst.

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